Zunehmen durch die Pille
Die wohl bekannteste und unerwünschte Nebenwirkung der Pille ist eine große Steigerung des Hungergefühls. Viele Mädchen, die die Pille einnehmen, berichten darüber, mehr zu essen, als sie es vor der Pilleneinnahme gewohnt waren. Es kann sogar eine Veränderung des Gewichts bewirken - Doch stimmt das wirklich? Glücklicherweise kann kein direkter Zusammenhang zwischen Pilleneinnahme und Gewichtszunahme nachgewiesen werden. Die Appetitssteigerung kann nämlich auch durch eigene Hormone des Körpers ausgelöst werden, wenn er sich gerade kurz vor der Periode befindet.
Die Pille und Kopfschmerzen
Kopfschmerzen sind lästig und können im Alltag dauerhaft sehr unangenehm sein. Sie werden auch oft in Zusammenhang mit der Pilleneinnahme gestellt, doch ist da wirklich was dran? Eine Studie des American Journal of Obsterics and Gynecology aus dem Jahr 2005 besagt, dass zehn Prozent der Frauen zu Beginn ihrer Pilleneinnahme von Kopfschmerzen geplagt werden. Doch sobald sich der Körper an die Einnahme gewöhnt hat, verschwinden diese auch meist recht schnell wieder. Ein Grund zum Aufatmen!
Brustschmerzen durch die Pille
Dass bei der Einnahme der Pille die Brüste anschwellen und dabei auch schmerzen ist leider ein Fakt, der als klare Nebenwirkung der Pille gelten kann. Laut der American Familiy kann dieser unschöne Nebeneffekt bis zu 18 Monate während der Pilleneinnahme anhalten. In manchen Fällen kann es sogar zu einer Zunahme des Bindegewebes kommen, worauf der Körper eben manchmal mit Schmerzen reagiert. Da heißt es Augen zu und durch!
Die Pille und Übelkeit
Übelkeit ist eigentlich ein bekanntes Merkmal bei Schwangeren. Doch da die Pille mit ihren Hormonen unserem Körper quasi eine Schwangerschaft vorgaukelt, ist das Auftreten dieses Aspekts nicht unwahrscheinlich. Gerade zur Anfangszeit der Einnahme können Mädchen sich manchmal etwas flau im Magen fühlen. Allerdings hilft es, wenn man die Pille zusammen mit einer festen Mahlzeit einnimmt. So kann sich der Körper an den Hormonschub zu festen Zeiten gewöhnen.
Scheidenpilz
Es juckt, brennt und kann auch unangenehm riechen! Ein Scheidenpilz ist wirklich kein Grund zur Freude und muss auf jeden Fall behandelt werden. Die Pilleneinnahme verursacht zwar nicht die Pilzinfektion in der Scheide, kann jedoch in einen entfernten Zusammenhang damit gestellt werden. Meist kann die Infektion wegen einer Umstrukturierung der Blutung durch die Pilleneinnahme in der Anfangszeit entstehen oder aufgrund von einem veränderten Tampon - Gebrauch. Kein Grund zur Sorge also!
Die Pille gegen Akne
Endlich mal ein positiver Fakt, der mit der Pilleneinnahme einhergeht: Die Haut bekommt durch die Hormone Östrogen und Progesteron eine klare Struktur. Diese beiden Hormone finden sich auch in den meisten Pillen wieder. Sie wirken ausgleichend auf das männliche Hormon Testosteron, das sich auch in unserem weiblichen Körper wiederfindet. Besonders bei Akne hilft die Pilleneinnahme der Haut sehr, da es das Testosteron, das zu viel im Körper vorhanden ist, mit den weiblichen Hormonen ausgleicht.
Die Pille und Menstruationsbeschwerden
Manche Mädchen kennen es nur zu gut: Die Menstruation setzt ein und gleichzeitig gehen heftige Bauchkrämpfe mit einher. Doch hilft die Pille wirklich dabei, die Krämpfe zu reduzieren? Die Antwort lautet: JA! Die Pille kann dabei helfen, eine besonders starke Menstruationsblutung geringer werden zu lassen. Somit werden auch die unangenehmen Bauchkrämpfe reduziert. Die Hormone der Pille, Östrogen und Progesteron, helfen dem Körper dabei, die Blutung besser zu regulieren und auf ein Gleichgewicht einzupendeln. Das ist gerade für Mädchen mit einer natürlich starken Blutung eine gute Nachricht!
Krebsrisiko mit Pille
Ein ganz neuer Aspekt in Bezug auf Krebserkrankungen während der Pilleneinnahme, ergab sich aus Studien aus dem Jahr 2011 von Wiegratz und Thaler. Diese untersuchten den Zusammenhang zwischen der Einnahme der Antibabypille und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Dabei stellte sich heraus, dass das Risiko, an Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, um 30 bis 50 Prozent gesunken war - im Vergleich zu Frauen, die nicht die Pille einnehmen. Das ist doch wirklich mal ein sehr positiver Fakt, der für die Einnahme der Pille spricht.
Stimmungsschwankungen und Pille
Gerade in der Pubertät geht die Laune manchmal ganz schön mit einem durch, wer kennt das nicht. Die Pille ist zwar kein Wundermittel, das schlechte Stimmungen einfach wegzaubert, aber sie wirkt langfristig positiv auf unser Gemüt. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken wird für viele Frauen, die die Antibabypille einnehmen, deutlich gesenkt. Man lernt durch die Pilleneinnahme, sich und seinen Körper mehr wahrzunehmen und Signale wahrzunehmen. Vielleicht ist es gerade diese Feinfühligkeit, die es uns ermöglicht, besser auf unsere Bedürfnisse, körperlicher oder seelischer Art, zu achten.
Die Pille und Schwangerschaft
Zuerst einmal: Man nimmt die Pille, um nicht schwanger zu werden. Wenn man sich dann doch irgendwann dazu entschließt, schwanger werden zu wollen, kann man die Pille ganz normal absetzen und die Hormone im Körper nehmen nach und nach wieder ab. Das bedeutet aber nicht, dass die Chance Kinder zu bekommen dadurch geringer wird, wenn man die Pille einnimmt. Jeder Körper arbeitet individuell anders und in einem anderen Tempo. Also keine Angst, die Pille verhindert das Schwanger-Werden in der Zeit, in der sie eingenommen wird. Nicht aber pauschal darüber hinaus!










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